25 Jahre Internet – Das Trafo2-Team erinnert sich (Teil 1)

25 Jahre Internet – Das Trafo2-Team erinnert sich (Teil 1)

25 Jahre Internet. Damals konzipierten Tim Berners-Lee und sein Team im CERN Teilchenbeschleuniger die Technik, mit der Trafo2 heute Websites und Web-Applikationen erstellt. Doch wie und wann ist eigentlich das Trafo2-Team zum Internet gekommen? Wir haben im Team nach Erinnerungen an die „Urzeit“ des Webs gefragt.

Die fallen – abhängig vom Gebursjahr des Mitarbeiters natürlich unterschiedlich aus. Hier kommt Teil 1.

Michael Schiller
Im Internet seit 1998

1998 bin ich mit einem 14.400er Modem ins Web gestartet. AOL hatte mich mit den damals inflationär in die Postkästen geworfenen CDs geworben. Jedenfalls war ich nun auch privat „drin“, wie Boris Becker in dem TV-Spot, der ein Jahr später herauskam.

Mein Internetrechner stand nicht, wie bei Becker, in einem schnieken Arbeitszimmer, sondern auf dem Dachboden. Woanders war kein Platz. Der Dachboden war dann auch der Ort, an dem 1999 mein erstes selbst-programmiertes Content-Management-System (CMS) entstand.

Die Entwicklung hat mehrere Monate gedauert und war eine gute Vorbereitung für die Selbständigkeit mit Trafo2. Das CMS auf Basis von PHP und MySQL verfügte bereits über Rechte und Rollen und bildete ein Jahr später die Grundlage für das erste Trafo2 CMS „Trafomat“. Der Trafomat, der immer noch von einigen Kunden wegen seiner einfachen Bedienung schmerzlich vermisst wird, bildete dann ab 2001 die technische Grundlage für erste Trafo2 CMS-Projekte.

Elisa Gisèle Knoop, Geschäftsführungs-Assistenz
Im Internet seit sie denken kann 😉

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich nicht wirklich daran erinnern kann, wann das Internet denn nun „da“ war. Das mag zum einen daran liegen, dass ich nur ein wenig älter bin, aber vielleicht auch zum anderen daran, dass wir lange keinen Computer im Haus hatten. Ich erinnere mich, dass mein Onkel und der Vater meiner besten Freundin einen Computer besaßen. Und Computerspiele. Die haben mich damals (das muss so um 1997/98 gewesen sein) mehr interessiert.

Ein paar Jahre später sah das schon anders aus. Ich war mittlerweile auf dem Mädchengymnasium und habe jede freie Minute im Informatik-Raum verbracht. „Recherchen für ein Referat“. Haha. Die Vorstellung, dass die ganze Welt irgendwie miteinander vernetzt ist, fand ich faszinierend. Also habe ich das Fach Informatik gewählt, um noch mehr Zeit in diesem Raum und mit dem Internet verbringen zu können. Zu lernen und zu verstehen, wie das Ganze funktioniert. Heutzutage wachsen die Kinder in das Internet-Zeitalter rein, und es interessiert auch die wenigsten, was das überhaupt ist und wo es herkommt. „Internet? Natürlich haben wir Internet!!“ Aber nicht nur das. Auch das Internet wächst. Mit unseren Anforderung. Von „sich in Zeitlupe aufbauenden Webseiten“ auf dem riesigen Computerklotz bis hin zu Laptops, Tablets und Smartphones. „2Go“, versteht sich. Zum einen echt toll. Aber zum anderen beängstigend. Ich bin früher mit meinen Freunden draußen spielen gewesen. Kam dreckig und mit blutigem Knie heim. Wenn die Laternen angingen, spätestens. Und heute? Viele Kids scheinen gar nicht mehr zu wissen, wie sie sich ohne „ihre Medien“ beschäftigen sollen. Das ist traurig.

Markus Gausepohl, TYPO3 Certified Integrator / Anwendungsentwickler
Im Internet seit 1997

Mein erster eigener PC war, nach den ersten Gehversuchen mit dem C64, Amiga und Co., ein 386er. Neben Spielereien wie Minesweeper und Solitaire, waren meine ersten Programmierversuche in C für mich, wie mit Legosteinen zu spielen. Man konnte Sachen damit bauen – beziehungsweise programmieren. Alles was einem in den Sinn kam. Und sobald etwas funktionierte, fiel einem direkt ein weiteres Feature ein um es noch besser zu machen. Das Internet kam dann quasi automatisch irgendwann dazu. AOL war für mich der Einstieg. Anfangs mit einem 56K Modem und Window 3.11, dem ersten wirklich anständigen Betriebssystem von Microsoft. Das Geräusch des Modems beim Aufbau der Verbindung kann ich heute noch 1 zu 1 nachmachen.

Zu Beginn habe ich das Web gar nicht so häufig genutzt. Mal hier etwas suchen, chatten über ICQ oder in dem ein oder anderen Forum stöbern. Später kamen dann aber erste eigene Webprojekte, natürlich eher lokale Spielereien in HTML, aber schon damals war ich fasziniert, damit zu arbeiten. Eines weiß ich noch ganz genau: Der Internet Explorer hat mir schon damals nicht gefallen. Deswegen bin ich ziemlich schnell auf den Netscape Navigator umgestiegen, den für mich einzig vernünftigen Browser zu der Zeit. Selbst als einige Zeit später der Mozilla Firefox auf den Markt kam, fiel es mir schwer, mich von ihm zu lösen.

Mit 19 habe ich dann erste kommerzielle Webprojekte entwickelt und mich intensiv mit dem das Thema Suchmaschinenoptimierung beschäftigt. Zu der Zeit war das noch sehr viel Handarbeit. Vor Allem bei der Auswertung der Logfiles, mit denen man herausbekommen konnte, wie viele Besucher welche Seiten angeschaut hatten. Jedenfalls ungefähr. An Analytics-Software wie Google Analytics, etracker oder PIWIK war damals ja noch nicht zu denken.
Die meiste Zeit verbrachte ich mit dem Thema Templating. HTML und Stylesheets konnten damals schon recht viel, wenn man wusste, wie mit ihnen umzugehen war.
Gerne denke ich an die Zeit zurück, in der viele Dinge noch richtig umständlich waren und man es trotzdem nach unzähligen Versuchen über jede Hürde geschafft hat.

 

 

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