Bewerbungstipps für eine Bewerbung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung bei Trafo2 in Essen

Ausbildung zum Fachinformatiker in Agentur oder Systemhaus – Bewerbungstipps (Teil 1)

Edit: 13.11.2014 – Wir haben diesen ersten Teil der zweiteiligen Serie über die Bewerbung zum Fachinformatiker heute noch einmal umfassend ergänzt!

Einen passenden Ausbildungsplatz zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung zu finden, ist gar nicht so einfach. Daher ist es wichtig, schon zu Beginn möglichst viel richtig zu machen. Das fällt so manchem zukünftigen Auszubildenden ziemlich schwer.

Wir haben daher einmal Tipps für alle Bewerber zusammengestellt, die eine  Ausbildungsstelle zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung im Web-Umfeld suchen. Wenn Sie sich auf eine der von Trafo2 für das Jahr 2015 ausgeschriebenen Stellen bewerben wollen, lohnt es sich also, weiterzulesen. Die Tipps gelten natürlich auch für Bewerbungen bei anderen Agenturen und Systemhäusern.

Ihr Profil: Ist die Ausbildung zum Fachinformatiker „mein Ding“?

Programmierer sind als spezielle Typen verschrien. „Nerds“ sagen manche und zumindest in einem Aspekt stimmt das Klischee: Wer programmieren will, tut das nicht, weil er in dem Job ein Vermögen verdient oder die Arbeitszeiten in Agenturen so klasse sind. Er will Anwendungsentwickler werden, weil er Spaß daran hat, Dinge mit Computern zu bewegen. Unternehmen, die Auszubildende für den Fachinformatiker Anwendungsentwicklung suchen, suchen Interessenten, die sich bereits ernsthaft und aus eigenem Antrieb mit dem Thema „Programmierung“ auseinandergesetzt haben. Wer sich also schon mit HTML, CSS, PHP, Java-Script, Joomla, TYPO3 oder WordPress beschäftigt hat und erste Programmierherausforderungen selbst lösen konnte, steht auf der Liste der Kandidaten für eine Ausbildung zum Fachinformatiker ganz oben.

Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass diejenigen, die noch nie eine Zeile Code oder HTML-Code selbst geschrieben haben, sich nicht nur bei der Bewerbung schwertun werden, sondern auch später im Beruf.

Ihre Leistungen in der Schule: Gute Noten sind nicht alles!

Anständige Schulnoten sind wichtig. So ein Ärger. Doch es gibt Dinge, die noch viel wichtiger sind. Das ausbildende Unternehmen möchte wissen, ob der neue Auszubildende zuverlässig ist. Überhaupt nicht ideal sind daher unentschuldigte Fehlstunden in Zeugnissen. Am besten gibt es keine. Denn wenn ein Unternehmen Zeit und Geld in einen Kandidaten steckt, muss der natürlich pünktlich und regelmäßig im Betrieb und in der Berufsschule auftauchen.

Noch mal zurück zu den guten Zeugnisnoten. Natürlich helfen gute Noten im Informatik- oder Mathe-Unterricht. Auch auf die Englisch-Note wird ein Unternehmen immer achten. Viele Tutorials, Dokumentationen und Software-Programme sind in englisch verfasst und es gibt selten Übersetzungen.

Ihr erster Eindruck: Eine „anständige“ Bewerbung

Was ist das überhaupt  – eine „anständige Bewerbung“ zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung? Das ist natürlich von Unternehmen zu Unternehmen und von Agentur zu Agentur unterschiedlich.

Ein paar Aspekte werden sich aber immer decken: Eine gute Bewerbung ist eine fehlerfreie Bewerbung. Das kann ja nicht so schwer sein, sollte man meinen. Doch viele potentielle Auszubildende katapultieren sich bei Trafo2 und anderen Unternehmen bereits mit ihrem Anschreiben aus dem Bewerbungsprozess. Der Grund? Mangelnde „Qualitätssicherung“, wie es bei den Programmierern heißt. Das Prinzip ist eigentlich nicht kompliziert: Fehlerfrei ist eine Bewerbung erst, wenn sie von einem Dritten (Mama, Papa, Onkel, Tante, Freund, Freundin, Klassenkamerad) intensiv durchgeschaut worden ist. Zur Sicherheit sollte man auch noch eine vierte Person kontrollieren lassen. Das ist „die halbe Miete“.

Besonders wichtig ist es, auch auf Kleinigkeiten zu achten. Nicht nur Rechtschreibfehler und Grammatikfehler müssen vermieden werden. Auch schief eingescannte Zeugnisse, ein falsches Datum, ein falscher Ansprechpartner, ein vergessenes Zeugnis oder ein falsch geschriebener Firmenname sind klassische Gründe für eine Absage. Oft genügen schon Kleinigkeiten.

Am schlimmsten aus Sicht des Bewerbers: Da ein Unternehmen nur im absoluten Ausnahmefall eine Begründung für das Absageschreiben liefert, sorgt der selbe Fehler in verschiedenen Bewerbungen womöglich für eine Absage nach der nächsten. „Qualitätssicherung“ ist daher wichtig. So wie später auch in der täglichen Arbeit als Anwendungsentwickler!

Sich richtig verkaufen: Eine individuelle Bewerbung

Massenbewerbungen bemerkt ein möglicher Ausbildungsbetrieb sofort. Also sollte man sie vermeiden. Im Idealfall sollte man sogar noch einen Schritt weitergehen. Eine Bewerbung bei einem spannenden Unternehmen muss eine individuelle Bewerbung sein. Das bedeutet, dass man insbesondere auf zwei Dinge achten muss:

1. Der Bearbeiter muss schon beim ersten Lesen wissen, warum der Bewerber eigentlich ausgerechnet bei Agentur XY oder Systemhaus Z eine Ausbildung zum Fachinformatiker machen möchte. Vielleicht, weil er  bei einem der führenden Unternehmen / Agenturen der Region eine Ausbildung machen möchte? Oder, weil man die Ausbildung in einem Unternehmen machen möchte, das sich für die Umwelt und auch sozial engagiert? Weitere Gründe finden Sie auf der Website Ihres Lieblingsausbildungsunternehmens. Es schadet nicht, sich Gründe für die Bewerbung zum Beispiel auf der Seite „Philosophie“ zu suchen.

2. Der Bearbeiter muss erfahren, weshalb er ausgerechnet DIESEN Bewerber berücksichtigen sollte: Zum Beispiel, weil der Bewerber schon seit seinem 14. Lebensjahr programmiert. Weil der Bewerber schon Websites für sich, Freunde oder die freiwillige Feuerwehr programmiert hat und vor Allem: Weil ihm das so einen Spaß gemacht hat, dass er gern seinen Beruf daraus machen möchte! Das macht den Bearbeiter neugierig und beweist, dass der zukünftige Auszubildende motiviert ist.

„Weiche Faktoren“ bei der Bewerbung

Neben den Fachkenntnissen im Programmieren, Erstellen von Internetseiten oder anderen IT-bezogenen Kenntnissen, sind „weiche Faktoren“ bei einer Bewerbung wichtig.

Das sind persönliche Eigenschaften, wie die Teamfähigkeit des angehenden Anwendungsentwicklers. Doch Vorsicht! Die Adjektive, mit denen sich ein Bewerber selbst bezeichnet, sollten einer Überprüfung standhalten. „Warum sind Sie denn teamfähig?“ Diese Frage kann später im Vorstellungsgespräch kommen. Eine richtige und glaubhafte Antwort ist dann wichtig: Glaubhaft ist Teamfähigkeit bei einem jungen Bewerber aber nur, wenn er beweisen kann, dass er im Privatleben Teamerfahrung sammeln konnte. Das können zum Beispiel Erfahrungen im Fußballverein sein. Oder die aktive Arbeit in der Pfarrgemeinde, bei den Pfadfindern oder der freiwilligen Feuerwehr. Wer also nicht nachweisen kann, dass er teamfähig ist, sollte sich andere persönliche Vorteile heraussuchen. „Pünktlichkeit“ schadet nie. Aber auch hier muss man vorsichtig sein: Ein „Personaler“ schaut sich dann natürlich die schulischen Fehlstunden im Zeugnis besonders intensiv an!

Hobbies sind übrigens ein durchaus entscheidender Faktor für die Bewerbung: Ist der Bewerber noch anderweitig interessiert am Leben oder ist er ein „Nerd“, der von Morgens bis Abends vor dem PC sitzt? Letzteres muss auch bei einem zukünftigen Fachinformatiker nicht von Vorteil sein. Schon gar nicht dann, wenn der Bewerber seine Wochenenden zum Beispiel auf LAN-Parties verbringt. Die Wahrscheinlichkeit, dass der neue Auszubildende montags mit Ringen unter den Augen in der Firma sitzt, ist dann aus Sicht des Personalers nämlich hoch!

Ungewöhnliche Hobbies heben einen Bewerber aus der Masse heraus. Wenn Sie also „Backen“ oder Ihr Interesse an Kisuaheli bei den Hobbies aufführen, zeigen Sie, dass Sie vielfältig interessiert sind UND Sie stechen aus der Masse der Bewerber heraus.

Gar nicht so einfach: Die digitale Bewerbung

Unternehmen wie Trafo2 nehmen Bewerbungen nur noch auf digitalem Weg entgegen, also per E-Mail. Das ist zunächst einmal klasse, weil man teures Papier, Tintenpatronen, Bewerbungsmappe und Porto spart. Doch Vorsicht! Die digitale Bewerbung ist fast so kompliziert, wie eine „analoge“ Bewerbung auf Papier.

Meist vergessen Bewerber, das auch die Mail mit den Anhängen ein korrektes Anschreiben sein muss. Also bloß nicht einfach alle Bewerbungsunterlagen in ein Mail packen und mit einem „MFG A. Müller“ an den Adressaten schicken! Das E-Mail muss einen Betreff haben („Bewerbung auf die Ausbildungsstelle zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung 2015 auf Ihrer Website“). Es muss außerdem ein Anschreiben enthalten, das den in der Stellenausschreibung genannten Ansprechpartner für die Bewerbung anspricht (Sehr geehrter Herr Müller …).  Dann sollte ein fehlerfreies (!) Anschreiben mit einigen Sätzen auf die beiliegenden Unterlagen eingehen. Die Grußformel sollte formell gestaltet werden („Mit freundlichen Grüßen, Markus Meier“) – so erwarten es die Unternehmen.

Anhänge anhängen. Aber richtig!

Die Anhänge Ihrer digitalen Bewerbung müssen vollständig sein. Also besser drei mal schauen, ob auch wirklich alle Zeugnisse vorhanden sind und alles gerade und leserlich eingescannt wurde. Außerdem sollten sich maximal drei PDF-Anhänge im E-Mail befinden – oder würden Sie 12 Dokumente öffnen, um sich einen Eindruck von einem Bewerber zu machen? Die drei Dokumente sollten enthalten:

  • alle Zeugnisse in historischer Reihenfolge
  • Anschreiben
  • Deckblatt (mit Passbild) und Lebenslauf

Noch ein Tipp: Vergeben Sie sprechende Dateinamen – also: lebenslauf-markus-mueller.pdf, anschreiben-markus-mueller.pdf und zeugnisse-markus-mueller.pdf. Das macht dem Bearbeiter die Arbeit deutlich leichter, was nichts anderes heißt als: Ihre Unterlagen werden auch gelesen!

Gar nicht gern gesehen sind Word-Dokumente (*.doc) sowie andere Dateien. Im schlimmsten Fall verwendet das Ausbildungsunternehmen eine MS Word-Version, die ausgerechnet Ihre DOCS nicht darstellen kann!

Verwenden Sie also PDFs. Wie Sie sowas erstellen, wissen Sie als potentieller Fachinformatiker Anwendungsentwicklung! Zum Beispiel mit der freien Büro-Software „Open Office“. Die hat einen Button, mit dem das Bewerbungs-PDF ruckzuck erstellt ist.

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Übrigens…

…natürlich haben wir nicht nur Ausbildungsplätze zu vergeben! Wir hätten auch noch spannende Stellenangebote für einen…

und einen

Warum einen Job bei Trafo2?

11 Mal „Darum!“ finden Sie hier!

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