Daniel P. Jarusch

Case-Study geheim – Folge 1: Intranet mit TYPO3

In Zeiten von NSA, ausspionierten Daten und hartem Wettbewerb setzen wir immer mehr Projekte um, bei denen uns die Kunden um Diskretion bitten. Das trifft bei uns auf Verständnis, ist aber andererseits auch wieder schade, weil es sich so häufig um spannende Projekte im Umfeld von Web-Applikationen oder TYPO3 handelt.

Unter der Überschrift „Case-Study geheim“ berichten wir in Zukunft über solche Projekte und geben – natürlich anonym – Einblicke in Funktionen und Lösungsansätze von TYPO3-Projekten und Web-Applikationen.

TYPO3 – Eine ErfolgsgeschichteTypo 3 Intranet Case-Study

TYPO3 ist in aller Munde und läuft selbst etablierten Enterprise CMS-Systemen immer wieder den Rang ab, wenn es um die Auswahl der passenden Software-Lösung für das Content-Management geht.

Nach Trafo2-internen Recherchen liegt die Verbreitung des Open Source Content-Management Systems in deutschen mittelständischen Unternehmen heute bei fast 40%. Tendenz weiter steigend.

Die Gründe für den Erfolg von TYPO3 sind nicht nur im großen Funktionsumfang zu suchen. Für TYPO3 als CMS spricht die umtriebige und aktive Entwickler-Community mit hunderten von aktiven Beteiligten weltweit. Diesen „Codern“ und der übergeordnet arbeitenden TYPO3 Association ist es zu verdanken, dass die Standard-Funktionen des Systems auf Grundlage einer Roadmap stark kundengetrieben weiter ausgebaut werden. Auch Trafo2 trägt übrigens als Gold-Member der TYPO3 Association einen Teil dazu bei, dass das in Zukunft so bleibt!

Gerade bei Unternehmen, die TYPO3 bereits erfolgreich als CMS für die Unternehmensportale einsetzen, wird häufig darüber nachgedacht, Intranets auf Basis von TYPO3 einzuführen. Dass das mit einem Open Source CMS wie TYPO3 möglich ist, hat Trafo2 gerade in einem Projekt für einen Kunden in Süddeutschland beweisen dürfen.

Intranet mit TYPO3: Geht das?

Der Kunde, der sein Projekt vertraulich behandelt wissen möchte, plante ein neues Intranet. Zur Auswahl standen Microsoft Sharepoint und TYPO3 CMS.

„Lässt sich mit TYPO3 auch ein Intranet betreiben?“

war eine der ersten Fragen, mit der wir bei Trafo2 konfrontiert waren. Wie immer bei solchen Fragen, haben wir uns zunächst einmal angehört, welche Anforderungen der Kunde an „sein“ neues Intranet stellte.

Ein klares „Jein“

Ob sich TYPO3 als Intranet-Lösung eignet, hängt stark von den Anforderungen ab, die vom Kunden an die Lösung gestellt werden.

Geht es in einem Intranet-System zuallererst um Kollaboration – also um die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen? Dann ist TYPO3 sicherlich nicht die Ideallösung. Das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten im Team ist eher die Stärke von spezialisierten Tools wie Microsoft Sharepoint.

Ist das Intranet jedoch in erster Linie als Informationsplattform oder Wissensmanagement gedacht, kann TYPO3 als Content-Management System punkten.

Content-Management – mit Fokus auf „Content“

Die Publikation von Text, Bild und Informationen bis hin zu Inhalten aus Datenbanken ist systembedingt eine Stärke von TYPO3. Und wenn es mit den Standards des Systems nicht mehr weitergeht, dann eben mit Hilfe spezieller TYPO3-Extensions (Erweiterungen des Systems).

Open Source sei Dank ermöglicht TYPO3 als offene Software jeden Eingriff und die Erweiterung der Standards. Das ist nicht nur erlaubt. Es ist sogar erwünscht. Und natürlich ein klarer Vorteil gegenüber Lizenzsystemen, deren Quellcode ausschließlich vom Hersteller modifiziert werden darf.

Unser Kunde hatte eine klare Antwort auf unsere anfänglichen Fragen. Ziel des neuen Intranets sollte die Zurverfügungstellung von umfangreichen Informationen sein. Hier galt es flexibel zu planen. Das Intranet sollte von der Power-Point Präsentation bis hin zur Veranstaltungsorganisation schnellste Zugriffe ermöglichen. Aber –  bitte an einem Ort und dann nach Möglichkeit einfach zugänglich für alle Mitarbeiter. Das heißt per SSO (Single-Sign-On).

Nicht ohne Requirements

Ohne Requirement geht gar nichtsDie Frage, welche Funktionen wie und wo umgesetzt werden, wird  in komplexen IT-Projekten in den „Requirements“ beantwortet. Ein Dokument, das die Anforderungen ans System bis ins Kleinste ausformuliert und im Idealfall alle Prozesse und daran beteiligten Daten berücksichtigt.

Die Requirements für das Projekt nahmen trotz umfangreicher Vorbereitung durch das Intranet-Projekt-Team des Kunden einige Wochen in Anspruch:

„Am Ende waren wir bei Version 17 des Dokuments…“

meint Daniel Jarusch, Leiter Anwendungsentwicklung Trafo2 dazu,

„… aber das hat sich gelohnt, weil wir ein sehr detailliertes Konzept hatten. So wusste der Kunde, was wir innerhalb des Angebotsumfanges umsetzen und alle im Team wussten, an welchen Stellen zusätzliche Anforderungen zu zusätzlichen Projektkosten und -laufzeiten führen würden.“

Das TYPO3-Intranet-Projekt konnte nach einer solch detaillierten Vorbereitung pünktlich zum gewünschten Termin umgesetzt werden.

TYPO3 Intranet – Was geht von SSO bis DMS

Daniel Jarusch, Leiter Anwendungsentwicklung Trafo2 GmbH, Essen - TYPO3-Agentur

Daniel Jarusch, Leiter Anwendungsentwicklung und Projektleiter für dieses und andere TYPO3-Intranetprojekte

Das TYPO3-Intranet basiert auf der Version 6.2 von TYPO3 in der LTS-Version (Long-Term Support). Es verfügt unter Anderem über Funktionen wie

  • SSO (Single-Sign-On in der Microsoft-Domäne)
  • Mitarbeiterverzeichnis (Synchronisation von Daten aus dem Active Directory und dem hausinternen Assetmanagement)
  • Berechtigungs- und Gruppenmanagement
  • Veranstaltungskalender mit An- und Abmeldefunktion
  • Veranstaltungsadministration
  • umfangreiche und speziell für den Kunden entwickelte DMS-Funktionen (Dokumentenmanagement) als TYPO3-Extension
  • Lesezeichenverwaltung
  • Kleinanzeigenteil

und einiges mehr. Daniel Jarusch dazu:

„Das war natürlich nicht mehr mit den TYPO3-Standards umsetzbar. Einige Funktionen mussten speziell für den Kunden programmiert werden. Insgesamt haben wir aber – auch im Sinne des Kunden – versucht, eine zu stark individualisierte Version zu vermeiden. Das ist schon deswegen wichtig, weil nur so die Updatefähigkeit des Systems gewährleistet bleibt.“

Nach dem Intranet-Projekt ist vor dem Intranet-Projekt

Updates, Upgrades und Ergänzungen werden das TYPO3-Intranet in den kommenden Jahren auf dem Stand der Technik halten.

Trafo2 freut sich, auch die zukünftige Betreuung übernehmen zu können und das Projekt gemeinsam mit dem Kunden in der Zukunft noch weiter nach vorn zu bringen.

Wenn Sie Fragen zur Umsetzung dieses TYPO3 Intranet-Projektes haben, freuen wir uns jederzeit über einen Anruf bei Daniel P. Jarusch, Leiter Anwendungsentwicklung Trafo2.

Daniel P. Jarusch

Daniel Jarusch – Web-Applikationen, Datenbanken

Daniel P. Jarusch
Trafo2 GmbH
daniel.jarusch@trafo2.de
Telefon: 0201 8784 9912

 

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