Juri Kostik, Anwendungsentwickler bei Trafo2

Case-Study geheim – Folge 2: Intranet Migration von Lotus Notes auf TYPO3 6.2 – Office Dateiimport automatisiert

In Zeiten von NSA, ausspionierten Daten und hartem Wettbewerb setzen wir immer mehr Projekte um, bei denen uns die Kunden um Diskretion bitten. Das trifft bei uns auf Verständnis, ist aber andererseits auch wieder schade, weil es sich so häufig um spannende Projekte im Umfeld von Web-Applikationen oder TYPO3 handelt.

Unter der Überschrift „Case-Study geheim“ berichten wir über solche Projekte und geben – natürlich anonym – Einblicke in Funktionen und Lösungsansätze von TYPO3-Projekten und Web-Applikationen.

Wie man aus einem Lotus Notes-Intranet ein TYPO3-Intranet macht

Intranets sind häufig „gewachsen“ und mit der Zeit unübersichtlich geworden. So geht es auch einem unserer größeren Kunden, dessen Intranet auf Lotus Notes-Basis seit mehreren Jahren beständig (und monströs) an Umfang und Dateimenge zugelegt hat.

Nun kommt der leicht überfällige Relaunch einschließlich Responsive Design und damit eine echte Herausforderung: Wie bekommt man einige tausend Dokumente in den Formaten PDF, DOC, TXT, XLS und PPT aus Lotus Notes ins neue System? Und wie macht man sie in TYPO3 durchsuchbar? Das Open Source CMS TYPO3 bietet nämlich keinerlei Importmöglichkeiten für diese spezielle Anforderung des Kunden an.

Vor dem Import kommt das Requirement

Da ein manueller Import Wochen gedauert hätte, musste ein Import-Script erstellt werden, mit dem die Datenlieferung zuverlässig in die neuen Strukturen importiert werden können. „Das hat eine ganze Zeit in Anspruch genommen“, meint Juri Kostik von Trafo2 als verantwortlicher Entwickler. Die Herausforderung war, dass eine einzige CSV-Datei gleich mehrere Datenbanktabellen im TYPO3-System füllen muss. Juri Kostik: „Die Zuordnung spielt dabei eine wichtige Rolle. Das ist ein wenig wie Weichenstellen. Wenn man da einen Fehler macht, fahren alle Züge in die falsche Richtung!“

DMS-Extension mit Suchfunktion für TYPO3

Die Dokumente landen nach dem Import natürlich nicht irgendwo, sondern in einer TYPO3 DMS-Extension (Dokumenten-Management), die ebenfalls eigens zu diesem Zweck von Trafo2 programmiert wurde.

Von dort aus werden die Word-, PowerPoint- und andere Dokumententypen teils kategorienbasiert im Intranet des Kunden verteilt. Um mit der großen Menge von Dokumenten arbeiten zu können, ist eine Volltextsuche integriert, die nicht nur die TYPO3-Seiten des Intranets durchsucht, sondern auch sämtliche Office-Dokumente dursuchen kann. Diese Suchfunktion ist kein TYPO3-Standard und ebenfalls eine individuelle Entwicklung von Trafo2 eigens für das Intranet-Projekt.

Responsive Design im Internet-Explorer 7

Zuletzt galt es, eine weitere Herausforderung anzugehen. Das TYPO3-Intranet sollte responsive (mobil optimiert) sein und dabei sauber auf dem Internet-Explorer 7 laufen, der auf einigen PCs des Kunden zum Einsatz kommt. Um eine einwandfreie Darstellung in Microsofts leicht angejahrtem Web-Browser zu gewährleisten hat das Team ein vollständig neues Box Model geschrieben, mit dem das Intranet auf dem „Siebener“ genau so gut aussieht wie auf Firefox und Chrome.

Jetzt nur noch den Knopf drücken

Erste Tests der neu entwickelten Funktionen waren erfolgreich, so dass das Trafo2-Entwicklerteam schon in Kürze nur noch den berühmten Knopf drücken wird. „Die Dateien sind dann innerhalb von ca. 10 Minuten umgezogen und über die DMS-Extension durchsuchbar.“, meint Daniel Jarusch. „Unser Kunde spart mit dem Script geschätzt einen fünfstelligen Euro-Betrag für den manuellen Import plus die Lizenz für ein komplexes Dokumentenmanagement.“ So soll das sein.

 

 

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