Von Bildern und Vlogs – Trafo2-Vortrag im Arbeitskreis Social-Media der networker NRW

Fotos auf Social-Media Plattformen sowie das Thema Web-Video waren am gestrigen Abend Thema der Vorträge im Arbeitskreis Social Media des Branchenverbandes Networker NRW. Andreas Muck, Fotograf aus Dortmund und Ansgar Fulland (Trafo2) gaben Einblicke in die Arbeit mit Bild- und Videomaterial in den sozialen Medien.

Das Hochhaus im Facebook-Header

Im Fototeil erläuterte der Bochumer Fotograf Andreas Muck, wie sich mit einfachen Mitteln bessere Fotos für Facebook und Co auch selbst machen lassen. „Selbst Profis leisten sich da online erhebliche Patzer“ demonstrierte Muck anhand von Beispielen „aus dem Leben“. Doch das XING-Profilfoto vom Urlaubsstrand oder das Hochformatfoto im querformatigen Facebook-Header muss spätestens dann überdacht werden, wenn es darum geht, mit einem sozialen Medium Geld zu verdienen oder Vertrauen zu Kunden aufzubauen.

Fazit des Vortrages: Schlechte Fotos müssen nicht sein, wenn man Grundlagen beachtet und bei den Profis schaut, wie man es richtig macht.

Für Mehr lohnt der Gang zum „richtigen Fotografen“. Man geht ja auch zum Fachanwalt, wenn man rechtlich kompetent beraten werden will. A propos Fachanwalt. Hauptthema der anschließenden Diskussion waren neben der notwendigen Foto-Technik („Brauche ich ein Stativ?“, „Wie leuchtet man richtig aus?“), rechtliche Fragen, die viele Online-Verantwortliche aktuell beschäftigen. So wurde das Fotografieren von Mitarbeitern für Facebook-Posts genauso diskutiert, wie Fragen zum Umfang von Nutzungsrechten und Urheberrecht.

Web-Videoformate adaptieren

In Vortrag Nr. 2 berichtete Ansgar Fulland über Web-Videos, ihre Erstellung, einsetzbare Video-Technik sowie Web-Videoformate, die sich in den vergangenen Jahren auf Videoplattformen entwickelt haben.

Fulland erläuterte, wie sich etablierte Web-Videoformate für das eigene Unternehmen adaptieren lassen und weshalb die Entwicklung eigener Formate aus unterschiedlichsten Gründen Sinn machen kann.

So adaptierte Volvo bereits vor Jahren das Web-Videoformat der „Unboxings“. Das Unboxing-Format hat sich auf Youtube entwickelt und besteht vereinfacht ausgedrückt darin, dass jemand ein neu erschienenes Gerät vor laufender Kamera auspackt und einzelne Komponenten kommentiert in die Kamera hält. Diese Videos erreichen je nach Aktualität des „unboxten“ Gerätes Millionen von Abrufen und gehören zu den etablierten Web-Video-Standards.

Der schwedische Autohersteller griff das Format daher auf und filmte 2012 augenzwinkernd und zielgruppengerecht das „Unboxing“ eines Volvo V60 Plug-In Hybrid. Ein Werbevideo, das Stand 2015 fast 800.000 mal abgerufen wurde und auf Youtube Zielgruppen erreicht, die ein klassischer Werbespot oder eine Zeitungsanzeige nie erreicht hätte.

(c) Volvo Cars – https://www.youtube.com/user/VolvoCarsNews

Web-Videoformate selbst entwickeln

Dass sich auch mit einfachen Mitteln effektive Videoformate selbst entwickeln lassen, stellte Ansgar Fulland unter anderem am Beispiel der Trafo2-Video-Wegbeschreibungen dar. Die Wegbeschreibungen (www.trafo2.de/kontakt/anfahrt) zeigen Kunden oder Bewerbern den Weg von der Autobahn bis zum Trafo2-Unternehmenssitz in Essen-Bredeney mittels einer am Wagen montierten Kamera.

Die von Trafo2 inhouse entwickelte und umgesetzte Idee verfolgt erfolgreich zwei Ziele. Ansgar Fulland: „Kunden finden deutlich entspannter unseren Kundenparkplatz und – für uns noch wichtiger – die Videos erhöhen die sogenannte „Dwell Time“ auf trafo2.de erheblich.“.

Die Dwell Time ist seit einigen Jahren eines der Kriterien, anhand deren Google den Wert einer Website misst. „Unsere Video-Wegbeschreibungen kommen auf eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von deutlich über drei Minuten“, so Ansgar Fulland, „und sind damit unter Anderem einer der wesentlichen Gründe für unsere großartige Positionierung bei Google“. Es wird daher in Kürze auch weitere Wegbeschreibungen geben. Darunter ein Video, das den Weg vom Essener Hauptbahnhof bis zu Trafo2 in Bredeney zeigt.

Vielen Dank

Trafo2 bedankt sich bei den Organisatoren, Herrn Hubert Martens (www.networker-nrw.de) sowie dem Arbeitskreis Social-Media der Networker NRW, besonders Ralf Barthel (weinblatt, Dortmund) und Ute Korinth (www.ute-korinth.de).

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